Archiv für Oktober 2013

Adolf Wamper – Kontroverse Debatten um einen NS-Künstler auch in Remagen

In den letzten Monaten sorgen Werke des Künstlers Adolf Wamper in mehreren Städten für hitzige Diskussionen. Im Mittelpunkt der Debatten steht jedoch überwiegend das Leben Wampers und nicht seine Kunst.

Kapelle in Remagen

Mit der „Schwarzen Madonna“ steht in Remagen ein Werk Wampers, das auch im Kontext der alljährlichen Neonazi- Demonstrationen Beachtung erlangte.

Friedenskapelle Remagen
Adolf Wampers „Schwarze Madonna“ in der Friedenskapelle in Remagen

Obwohl für die Neonazis die Friedenskapelle, in der sich eine Nachbildung der „Madonna“ befindet, nur von nachrangiger Bedeutung ist, führten sie dort schon kleinere Aktionen durch. 2010 legten Neonazis tage nach ihrer Demo einen Kranz nieder. Das Remagener Bündnis hatte die Kapelle- wie auch in den Jahren danach – am Tag der Demonstration mit Planen verhüllt.
Statt die Kapelle zu umwickeln, schlug die Wählergruppe Remagen 2011 vor, der Rat solle den Betreiberverein auffordern, die Figur aus der Kapelle zu entfernen. „Nicht, solange ich lebe!“, antwortete der 84-jährige Vorsitzende des Betreibervereins Friedensmuseum Brücke von Remagen und ehemaliger Remagener Bürgermeister Hans Peter Kürten (CDU). Der Antrag fand keine Mehrheit, doch einigte man sich darauf, das Leben Wampers aufklären zulassen. Im Auftrag des Friedensmuseums und finanziert durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern- Kompetenz stärken“, führte die Historikerin Bettina Oesel Recherchen zu Wamper durch. Sie kam zu dem Ergebnis, dass dem Künstler keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit und keine politisches Engagement in der Nazizeit nachzuweisen seien. Er sei Mitläufer gewesen und aus opportunistischen Gründen in die NSDAP eingetreten. In der Partei habe er keine Funktion bekleidet und auch keine Privilegien genossen.

Erfolgreicher Künstler im NS und der BRD


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Vorfall beim Neonazi-Prozess in Koblenz – Update

Feuerwehrleute verlassen das Gebäude des Landgerichts in Koblenz. In einem Gerichtssaal wurde eine übelriechende Flüssigkeit ausgebracht.
Feuerwehrleute verlassen das Gebäude des Landgerichts in Koblenz. In einem Gerichtssaal wurde eine übelriechende Flüssigkeit ausgebracht. Quelle: dpa

Gestern am 29.10.2013 gab es einen Vorfall im Landgericht Koblenz, in dem der Prozess gegen das Aktionsbüro Mittelrhein (AB-M) läuft. Das Aktionsbüro Mittelrhein (AB-M) war, und seine Reste, die jetzt in der JN Ahrtal organisiert sind, sind es immer noch, maßgeblich für den Naziaufmarsch in Remagen verantwortlich. Unbekannte verschütteten heute (29.10.2013) eine unbekannte, übel stinkende Substanz im Gerichtssaal. Sind die Nazis mal wieder am durchdrehen?

Dafür ging es gestern für einen bekennenden Antifaschisten wieder schlecht aus: Wolfgang Huste wurde bei der 2. Verhandlung in Koblenz verurteilt, wegen Aufruf zu einer Straftat! Mehr unter http://remagensoli.blogsport.de/ . Er wird gegen das Urteil Revision einlegen. Im Sitzungssaal saßen diesmal mehr Faschisten als Antifaschisten, weil der Prozess gegen die Neonazis unterbrochen wurde, wegen der übel stinkende Substanz im Gerichtssaal. Die Nazis freuten sich natürlich besonders über dieses skandalöse Urteil und bekommen damit wieder Aufwind. Die bundesweite Naziszene bezieht sich jetzt schon auf das Urteil.

Rheinzeitung:

Stinkende Substanz bei Neonazi-Prozess: Justizgebäude abgeriegelt
http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Stinkende-Substanz-bei-Neonazi-Prozess-Justizgebaeude-abgeriegelt-_arid,1059564.html

Stinkattacke am Landgericht Koblenz: Es roch nach Käse und Knoblauch
http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Stinkattacke-am-Landgericht-Koblenz-Es-roch-nach-Kaese-und-Knoblauch-_arid,1059673.html

Unter den Menue Hintergrund findet ihr noch mehr Hintergrundartikel zum Aktionsbüro Mittelrhein und zum Neonazi-Prozess in Koblenz.

Aus­führ­li­cher Hin­ter­grund­ar­ti­kel zum dies­jäh­ri­gen Auf­marsch
http://remagen2013.blogsport.de/hintergrund/ausfuehrlicher-hintergrundartikel/

Das Aktionsbüro Mittelrhein:
http://www.lotta-magazin.de/pdf/38/L38_AB_Mittelrhein.pdf

24 Haftbefehle:
http://www.mbr-koeln.de/2012/03/13/24-haftbefehle-vollstreckt-polizei-ermittelt-gegen-aktionsbuero-mittelrhein/#more-1221

Anklage gegen das ABM:
http://nrwrex.wordpress.com/2012/07/04/ko-anklage-gegen-ab-mittelrhein/

Stand des Verfahren, Frühjahr 2013:
http://nrwrex.wordpress.com/2013/02/27/ko-zum-stand-des-verfahrens-gegen-das-aktionsburo-mittelrhein/

Erste Mobiaktionen für die Antifaschistischen Proteste in Remagen 2013 sind angelaufen!

In diesem Herbst sind die ersten Mobiaktionen für die „Antifaschistische Kampagne gegen den Naziaufmarsch am 23.November 2013″ angelaufen. Bei den rassistsichen kleinst Kundgebungen der rechtspopulistischen Pro Bewegung in NRW und RLP machten AktivistInnen mit einem Transparent und Flugblättern auf die Kampangne und das NS Verherrlichung Stoppen! Bündnis in Remagen Aufmerksam.

„NS Ver­herr­li­chung stop­pen! Nazis in Re­ma­gen ent­ge­gen­tre­ten“ - Gegen den Na­zi­auf­marsch am 23. No­vem­ber
Gegen Protest gegen Kundgebungen der rechtspopulistischen Pro Bewegung in NRW und RLP – Gegen den Naziaufmarsch am 23. November 2013 – NS Verherrlichung Stoppen! – Nazis in Remagen entgegentreten!

Plakate, Aufrufe, Flyer und Sticker für die Mobilisierung in Remagen können beim Bündnis per E-Mail an remagen2013@riseup.net und/oder über das Kontaktforumlar bestellt werden.

Das Bündnis ruft dazu auf sich den Nazis in Remagen und anderswo entgegenzutreten! Eine inhaltliche Außeinandersetzung und aktuelle Infos gibts auf: http://remagen2013.blogsport.de/

Wir rufen alle Menschen, Gruppen und Organisationen auf, den Aufruf zu unterzeichnen und am 23. November 2013 in Remagen gemeinsam und solidarisch unsere berechtigte Kritik am bürgerlichen Gedenken und dem Naziaufmarsch öffentlich mit vielen Menschen auf die Straße zu tragen!

„NS Ver­herr­li­chung stop­pen! Nazis in Re­ma­gen ent­ge­gen­tre­ten“ – Gegen den Na­zi­auf­marsch am 23. No­vem­ber

Remagen: Neonazi-Trauermarsch am 23. November 2013

Hintergrundartikel zum Naziaufmarsch am 23.November- Quelle: Antifaschistisches Infobüro Rhein-Main

Auch für 2013 ist ein „Trauermarsch“ in Remagen angemeldet, für den 23. November. Der Aufmarsch findet seit 2009 jährlich statt und hat sich zum größten Naziaufmarsch in Rheinland-Pfalz entwickelt.

Transparent

Am trauern? Neonazis beim “Trauermarsch” in Remagen

Im letzten Jahr haben rund 160 Neonazis den Weg ins nördliche Rheinland-Pfalz gefunden. Bis 2011 organisierte das Aktionsbüro Mittelrhein den Aufmarsch. Mitglieder der Kameradschaft müssen sich jedoch seit August 2012 wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Landgericht in Koblenz verantworten. Im letzten Jahr übernahmen daher Neonazis aus NRW die Organisation des „Trauermarsches“, die Infrastruktur stellte Die Rechte Dortmund.

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WAP Ticker

Aktuelle Neuigkeiten am Tag der Demo gibt es für ältere Handies per WAP-Ticker.
Der Link: WAP Demo Live Ticker

Infos zu WAP und was das soll, gibt es hier!

Danke dafür an das Antifa Medienzentrum Dortmund :)